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Bevölkerung von Ixcán will weder Erdölförderung noch Staudämme

Guatemala | 23.04.2007

(Quiché, 23 April 2007, cerigua-poonal).- Nach einer Umfrage vom letzten Freitag (20. April) lehnen 93 Prozent der Bevölkerung in der Ixcán-Region im Departement Quiché die Förderung von Erdöl und Metallen sowie den Bau von Wasserkraftwerken ab. Dies teilte Carlos Guárquez der Nachrichtenagentur Cerigua mit. Guárquez, Leiter der Guatemaltekischen Vereinigung indigener Bürgermeister und Regierungsverantwortlicher AGAAI (Asociación Guatemalteca de Alcaldes y Autoridades Indígenas), sagte, dass an der Umfrage 19.911 Personen aus 160 Gemeinden teilgenommen hätten.

Guárez kritisierte, dass Vertreter der Gemeinderegierung die Umfrage vereiteln wollten, indem sie die Abstimmung für wertlos erklärten. Dies habe jedoch die Mehrheit der Bevölkerung in Ixcán nicht daran gehindert, ihre Stimme abzugeben. Der guatemaltekische Staat müsse nun dem Willen der Bevölkerung zu seinem Recht verhelfen und die Bürgermeister sowie die Rechtsvertreter der Firmen darüber informieren, dass die Förderung von Erdöl und der Bau des Megaprojekts Xalalá, eines geplanten Wasserkraftwerks, nicht fortgesetzt werden könnten.

Die Beteiligten des Runden Tisches für Umweltfragen der Q’eqchí MAQ (Mesa Ambiental Q’eqchí’) solidarisierten sich in einer Pressemitteilung mit der Entscheidung der Bevölkerung des Ixcán. Sie lobten die Bürgerbeteiligung. Diese sei ausschlaggebend dafür, dass sich die Gemeinden entwickeln und die natürlichen Ressourcen geschont werden.

Die MAQ rief die Gemeinde Cobán auf, ebenfalls eine Umfrage in der Bevölkerung durchzuführen. In dieser soll die Meinung über die Erdölförderung und den Bau eines Staudammes im Fluss Chixoy zum Ausdruck gebracht werden. Schließlich seien diese Aktivitäten zerstörend für das Ökosystem, speziell auf dem Anwesen Salinas de los Nueve Cerros. Auch für die Entwicklung der Bevölkerung seien die Vorhaben nicht förderlich, schließt die Mitteilung.

Von Melissa Vega

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