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Erstmals wird vor Gericht über Verschwindenlassen verhandelt

Guatemala | 11.08.2006

(Guatemala-Stadt, 11. August 2006, cerigua-poonal).- Zum ersten Mal in der Geschichte verhandeln guatemaltekische Gerichte über einen Fall von Verschwindenlassen. Die offizielle Klage wegen der Verhaftung und des Verschwindens von sechs Personen in der Nähe des Dorfes Choatalum der Kommune San Martín Jilotepeque im Departement Chimaltenango wurde bereits vor drei Jahren eingereicht.

Der Prozess begann am 17. August mit der mündlichen Anhörung von Felipe Cusanero Coj. Er war zwischen 1982 und 1984 Militärbeauftragter und Chef der Paramilitärischen Zivilpatrouillen PAC (Patrullas de Autodefensa Civil). Ihm wird die Verantwortung für die Verhaftung und das Verschwindenlassen der Opfer angelastet.

Menschenrechtsorganisationen gaben in einer Pressemitteilung bekannt, dass sich der Angeklagte trotz gerichtlicher Aufforderung weigere, Informationen über den Verbleib von Lorenzo Ávila, Alejo Culajay Hic, Filomena López Chajchaguin, Encarnación López López, Santiago Sutuj und Mario Augusto Tay Cajtí herauszugeben. Nach Zeugenaussagen war Cusanero Coj Anführer jener paramilitärischen Gruppe, welche die später Verschwundenen gewaltsam festgenommen und in das Militärcamp von Choatalum überführt habe.

Die Organisationen, die sich für die universelle Menschenwürde einsetzen, erkannten die Einsetzung von Patricia Isabel Bustamante als vorsitzende Richterin des Verfahrens an. Die Juristin zielt darauf ab, das Verbrechen als gewaltsames Verschwindenlassen zu klassifizieren. Gleichermaßen begrüßten die Menschenrechtler das Vorgehen der Richterin Soria Toledo. Diese hatte die von der Verteidigung des Angeklagten vorgelegte Berufungsklage wegen partieller Verfassungswidrigkeit zurückgewiesen.

Die Vereinigung der Familienangehörigen von Verhafteten und Verschwundenen in Guatemala FAMDEGUA (Asociación de Familiares de Detenidos Desaparecidos de Guatemala), das Menschenrechtszentrum CALDH (Centro para la Acción Legal en Derechos Humanos) sowie Angehörige und Zeugen kündigten vorab an, dass sie bei den Verhandlungen anwesend sein werden.

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