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Eilaktion für Menschenrechtsverteidigerin aus Oaxaca

Mexiko | 09.05.2007

(Mexiko-Stadt, 9. Mai 2007, cimac-poonal).- Das Observatorium zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern, ein gemeinsames Programm der Weltorganisation gegen Folter OMCT (Organización Mundial contra la Tortura) und der Internationalen Menschenrechtsföderation FIDH (Federación Internacional de Derechos Humanos), startete eine Eilaktion zum Schutz von Aline Castellanos Jurado. Die Organisation fordert von den mexikanischen Behörden sofortige und ausreichende Maßnahmen, um die Sicherheit und die körperliche sowie psychische Unversehrtheit der Menschenrechtlerin zu gewährleisten. Unbekannte waren in das Haus von Aline Castellanos eingedrungen, hatten es durchsucht und Gegenstände entwendet. Castellanos ist Mitarbeiterin des Konsortiums für den parlamentarischen Dialog und die Gleichheit in Oaxaca-Stadt.

Der Einbruch hatte am 28. April stattgefunden, während Castellanos, die auch die ehemalige Präsidentin der Mexikanischen Menschenrechtsliga LIMEDDH ist, an der Abschlussveranstaltung des Treffens „Frauen im Widerstand“ teilgenommen hatte. Das Treffen zwischen Feministinnen und Frauen aus sozialen Bewegungen war von mehr als 40 Frauen- und Menschenrechtsgruppen organisiert worden.

Um Mitternacht war Castellanos nach Hause zurückgekehrt und hatte dann den Einbruch bemerkt. Die Einbrecher waren wahrscheinlich durch eines der offenen Fenster eingestiegen. Die persönlichen Gegenstände in ihrem Zimmer waren durchwühlt und ihr Pass sowie 29.000 mexikanische Pesos (ca. 2.000 Euro) waren verschwunden. Aufgrund der Sorge, dass diese Aktionen sich auch gegen ihre körperliche Unversehrtheit oder ihr Leben richten könnte, musste Castellanos Jurado ihren bisherigen Wohnsitz aufgeben.

Das Observatorium erinnert daran, dass dies innerhalb von zwei Jahren bereits der dritte Einbruch bei Castellanos gewesen ist. Die Menschenrechtsorganisation befürchtet, dass die Einbrüche und Durchsuchungen in Verbindung mit ihrer Tätigkeit als Menschenrechtsverteidigerin stehen. Zudem ist erneut ein Haftbefehl gegen Castellanos offen. Ihr wird „schwerer Raub“ vorgeworfen, den sie am 1. August 2006 in den Einrichtungen der Radio- und Fernsehkooperation in Oaxaca CORTV (Corporación Oaxaqueña de Radio y Televisión) begangen haben soll. Gegen den Haftbefehl wurden bereits zwei Verfassungsbeschwerden eingelegt, denen stattgegeben wurde. Der Richter des Gerichtsbezirks Etla hat nun jedoch aufgrund der selben Vorkommnisse einen neuen Haftbefehl ausgestellt.

Das Observatorium betont, dass die Angriffe auf Castellanos Jurado Teil einer Serie von Angriffen, Einschüchterungen, Verleumdungen und Verfolgungen sind, denen derzeit Verteidiger und Verteidigerinnen von Menschenrechten im Bundesstaat Oaxaca ausgesetzt sind. Aufgrund dieser Situation fordert das Observatorium ein Ende aller Formen von Belästigung und Einschüchterung, die gegen Menschenrechtsverteidiger in Mexiko und speziell in Oaxaca gerichtet sind. Sie fordern in diesem Zusammenhang die Einhaltung der von Mexiko unterzeichneten internationalen Verträge und Abkommen.

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