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Ärzteverband fordert Wiedereinführung des Rechts auf Abtreibung

Nicaragua | 10.05.2007

(Buenos Aires, 10. Mai 2007, púlsar).- Ein Ärzteverband mit rund 3.000 Mitgliedern unterstützt ausdrücklich die Forderung der Gynäkologenvereinigung, Abtreibungen aus medizinischen Gründen wieder zuzulassen. Seit dem Jahr 1891 war diese Form des Schwangerschaftsabbruchs in Nicaragua legal. Im Oktober 2006 hat das nicaraguanische Parlament das Recht auf die so genannte therapeutische Abtreibung jedoch abgeschafft. Miguel Sáenz, Vorstandsmitglied der Ärztevereinigung Pro Salario, erklärte gegenüber der lokalen Presse, dass die Ärzte nicht damit einverstanden seien, dass die Abtreibung aus medizinischen Gründen unter Strafe gestellt wurde.

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen und unter massivem Druck der katholischen Kirche wurde das Recht, straffrei Abtreibungen aus medizinischen Gründen vorzunehmen am 26.Oktober 2006 von der Mehrheit der Parlamentsabgeordneten zurückgenommen. Nur wenige Tage danach unterzeichnete der damals noch amtierende Präsident Enrique Bolaños den Parlamentsbeschluss. Damit wurde auch festgelegt, dass Verstöße gegen das neue Gesetz mit bis zu sechsjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Bis dahin waren Abtreibungen zulässig gewesen, wenn die Schwangerschaft eine Gefahr für das Leben der Mutter darstellte oder Resultat einer Vergewaltigung oder von Inzest war. Nicht nur die Ärzte lehnen die Gesetzesänderung vom letzten Oktober ab. Auch viele gesellschaftliche Gruppen in Nicaragua sprechen sich gegen das Abtreibungsverbot aus. Diese legten nun Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof ein. Eine Stellungnahme des Gerichtes steht aber noch aus.

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