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Demonstration gegen Prostitutionsringe

Argentinien | 22.05.2007

(Buenos Aires, 22. Mai 2007, cimac/semlac).- Die Schreie argentinischer Mtter, die whrend der Militrdiktatur (1976-1986) forderten, ber den Verbleib ihrer verschwundenen Kinder informiert zu werden, werden in demokratischen Zeiten durch erneutes mtterliches Flehen wieder hrbar gemacht. In den letzten Jahren werden immer mehr junge Frauen angeworben, um zur Arbeit oder Prostitution gezwungen und ausgebeutet zu werden. Wir suchen sie, wir wollen sie lebendig wieder haben, rufen ihre Mtter und fordern die Bekanntgabe des Aufenthaltsortes ihrer Tchter, die Opfer der Prostitutionsringe geworden sind.

Seit April gehen am dritten Tag jedes Monats Familienangehrige, Freunde sowie BrgerInnen in Buenos Aires auf die Strae, um die Rckkehr dieser Frauen zu fordern und um ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das diese Netzwerke kriminalisiert.

Am 3. Mai demonstrierten bereits zum zweiten Mal Hunderte von Personen auf den Straen rund um das Kongressgebude. Transparente mit den Gesichtern der entfhrten Frauen und Kinder sowie Spruchbnder mit der Beschriftung Das Verschwinden muss aufhren!, zogen die Blicke der Passanten auf sich. Vor der versammelten Menge berichtete Susana Trimarco, Mutter von Mara de los ngeles (Marita) Vern, vom Verschwinden ihrer Tochter: Jeden Tag gibt es neue Flle in Argentinien. Ich habe das ganze Land auf der Suche nach meiner Tochter durchquert, und ich habe viele Mdchen getroffen, die in der gleichen Situation waren wie sie.

Die junge Frau wurde 2002 von einem Menschenhndlerring in ihrer Heimatprovinz Tucumn entfhrt, 1.290 km von der Bundeshauptstadt entfernt im Norden des Landes gelegen. Spter wurde sie an ein Bordell in der Provinz La Rioja verkauft. Man sucht sie immer noch. Die Entfhrung von Marita wurde zum Musterfall im Kampf gegen den Menschenhandel, weshalb die erste Demonstration am 3. April dieses Jahres stattfand. An diesem Tag jhrte sich das Verschwinden des Mdchens zum fnften Mal.

Wir mssen standhaft bleiben und weiter kmpfen. Bis vor kurzem stand der Menschenhandel weltweit bei den Profiten an dritter Stelle. Heute nimmt er schon den zweiten Platz ein. Glcklicherweise wird sich die Gesellschaft dessen immer mehr bewusst, erklrt ngela Vensentini, Aktivistin der Organisation Feministinnen im Einsatz.

Nach Angaben der Internationalen Organisation fr Migration IOM (Oficina Internacional de Migraciones), wurden von 2002 bis 2006 117 argentinische Frauen Opfer sexueller Ausbeutung.

Von Norma Loto

« Abschaffung des Amnestiegesetzes soll diskutiert werden Staatliche Menschenrechtskommission CNDH symbolisch geschlossen »

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