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67 Prozent aller Frauen und Mädchen haben Gewalterfahrungen

Mexiko | 06.06.2007

(Mexiko-Stadt, 6. Juni 2007, cimac-poonal).- 67 Prozent der Mexikanerinnen über 15 Jahre sind von Gewalterfahrungen betroffen. Das ergab die zweite, im Jahr 2006 vom Staatlichen Institut für Statistik, Geographie und Informatik INEGI (Instituto Nacional de Estadística, Geografía e Informática) durchgeführte landesweite Umfrage über die Dynamik der häuslichen Beziehungen Endireh (Encuesta Nacional sobre la Dinámica de las Relaciones en los Hogares). Gegenstand der Untersuchung war Gewalt in verschiedenen Bereichen: in Paarbeziehungen, in der Familie, in der Schule oder bei der Arbeit.

Die Anzahl der Gewaltopfer variiert je nach Region. So ist der Anteil von Frauen mit Gewalterfahrung im Bundesdistrikt Mexiko-Stadt mit 78 Prozent überdurchschnittlich hoch. Demgegenüber stehen 56,5 bzw. 48,2 Prozent in den Bundesstaaten Zacatecas und Chiapas. Nach Angaben von INEGI könnte ein möglicher Hintergrund für diese unterschiedlichen Ergebnisse die Tatsache sein, dass in manchen Bundesstaaten Frauen einer stärkeren Kontrolle unterworfen sind und Frauenunterdrückung gesellschaftlich eher toleriert wird, so dass selbst die Opfer die an ihnen verübte Gewalt nicht als solche empfinden.

Laut der Umfrage erleiden 43,2 Prozent der Frauen und Mädchen über 15 Jahre Gewalt in Paarbeziehungen. Bei 37,5 Prozent der Betroffenen handelt es sich um emotionale Gewalt. Bei 23,4 Prozent der Fälle bildeten die Kontrolle des häuslichen Einkommens und Befragungen über die Verwendung des Geldes den Hintergrund des Gewaltverhaltens. Jede fünfte der befragten Frauen sprach von zwischenzeitlichen oder dauerhaften Schäden als Folge körperlicher Gewalt. Im Bundesstaat Tamaulipas lag der Anteil bei 13 Prozent, während in Tabasco 25,7 Prozent der Befragten über körperliche Gewalt berichteten. Die Fälle sexueller Gewalt innerhalb der Paarbeziehung belaufen sich im Landesdurchschnitt auf neun Prozent.

Gegenüber der ersten Umfrage aus dem Jahr 2003 wurden in der zweiten Erhebung neben der ökonomischen, emotionalen, körperlichen und sexuellen Gewalt noch weitere Bereiche der Gewalt hinzugezogen und der Fokus von privaten auf öffentliche Lebensbereiche ausgedehnt. So werden in der Endireh von 2006 auch Gewalt bei der Arbeit (Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und Nötigung), in der Schule (jede Art von Missbrauch und sexuellen Übergriffen), durch die Gesellschaft (Missbrauch und sexuelle Aggression) und in der Familie (Besitzenteignung und Nötigung) untersucht.

Im Landesdurchschnitt beträgt der Anteil der Frauen, die Gewalt am Arbeitsplatz (Diskriminierung, Belästigung, sexuelle Übergriffe und Nötigung) erfahren bzw. erfahren haben, 29,9 Prozent. 15,6 Prozent der Befragten gaben an, Gewalt in der Schule erlebt zu haben. Gewalt im öffentlichen Bereich (auf der Straße und auf öffentlichem Gelände, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Markt, im Kino u.ä.) erlebten vier von zehn der befragten Frauen. 15,9 Prozent gaben an, Gewalt von einem Familienmitglied (den Partner ausgenommen) erlitten zu haben.

Die Erhebung wurde vom INEGI zwischen dem 9. Oktober und dem 17. November 2006 in 128.000 Haushalten in 25 Bundesstaaten durchgeführt.

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