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Kooperation mit Peking begonnen

Costa Rica | 12.06.2007

(San Jos, 12. Juni 2007, voces nuestras).- Die Regierung des Sozialdemokraten Oscar Arias hat die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Taiwan beendet. berraschend erklrte der costaricanische Staatschef in der vergangenen Woche, das Land habe als zweiter Staat Mittelamerikas nach Mexiko diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufgenommen. Die Wirtschaftsmacht Chinas sei eine Realitt, der man sich nicht lnger verschlieen knne.

Fortan verstehen wir Taiwan als rebellische Provinz, stellte Arias klar. Die Botschaft in Taipeh werde aufgelst, gleiches gelte fr Taiwans Vertretung in San Jos. Seit Jahrzehnten finanzierte Taiwan millionenschwere Projekte in Costa Rica, wie die Brcke der Vlkerfreundschaft mit Taiwan, die den Golf von Nicoya berspannt. Mit der Freundschaft ist nun Schluss, Taiwan zog umgehend alle weiteren Finanzierungszusagen zurck. Oscar Arias versprach indes, neue Geldgeber fr ein von Taiwan zugesagtes Straenbauprojekt in der strukturschwachen Zona Norte des Landes zu suchen.

Vertreter der linken Opposition begrten die Entscheidung als realistisch. Linke Aktivisten haben auch nicht vergessen, dass der CIA in Taiwans Hauptstadt Taipeh bis Anfang der achtziger Jahre das Hauptquartier der Internationalen Antikommunistischen Liga finanzierte. Von dort wurden mageblich ultrarechte Gruppen in Mittelamerika untersttzt wie die Bewegung Freies Costa Rica, die skrupellos gegen Linke vorging.

Prsident Oscar Arias stellte zudem ein Freihandelsabkommen mit China in Aussicht. Zuerst gelte es, das Referendum um den Freihandelsvertrag CAFTA (spanisch TLC) zu gewinnen; am 7. Oktober wird das costaricanische Wahlvolk darber entscheiden, ob das Abkommen zwischen den USA, Mittelamerika und der Dominikanischen Republik ratifiziert wird. Die linke Opposition lehnt dies ab, weil durch den Wegfall der Importzlle fr US-Produkte die eigene Wirtschaft geschwcht wrde. Als nchstes folgt ein Freihandelsabkommen mit der Europischen Union, dann mit der Volksrepublik China, sagte Arias vor Journalisten. CAFTA-Gegner vermuten eher, dass er bereits neue internationale Bndnispartner sucht, sollte das Nein bei der CAFTA-Abstimmung gewinnen.

Von Torge Lding

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