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Mapuches ziehen sich aus dem Ausschuss für indigene Politik zurück

Chile | 01.06.2007

(Fortaleza, 1. Juni 2007, adital).- Die Vereinigung der Mapuche-Organisationen COM (Coordinación de Organizaciones Mapuche) erklärte den im vergangenen Jahr begonnenen Dialog mit der Regierung unter Staatschefin Michelle Bachelet für beendet. Die Entscheidung, am 30. April 2007 ihren Rücktritt aus dem Ausschuss für die Umsetzung der Interessen der indigenen Bevölkerung zu erklären, gründet auf der Auffassung der COM, dass die Präsidentin ihren Versprechungen gegenüber den Mapuche nur unzureichend nachgekommen sei.

Die COM gab in einer öffentlichen Erklärung in Temuco bekannt, dass die Regierung „sich hartnäckig geweigert hat, die von der Vereinigung der Mapuche hervorgebrachten legitimen Bestrebungen der Mapuche-Völker anzuerkennen“. So heißt es weiter in der Erklärung, die beschlossenen Maßnahmen der Regierung beruhten wieder einmal auf einer bürokratisch institutionalisierten Partizipation und einer repressiven, anti-demokratischen Rechtsprechung und würden somit das assistentialistische und kolonialistische Schema fortsetzen, das im Laufe der Geschichte dazu gedient habe, die Gemeinden der Mapuche zu demobilisieren und zu unterdrücken.

Am 30. April 2007 hatte Bachelet die fünf Eckpunkte ihrer indigenen Politik vorgestellt. Unter anderem soll durch eine Verfassungsreform die Multikulturalität des chilenischen Staates anerkannt und die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation ratifiziert werden. Die Konvention klagt u.a. das Recht ein, dass indigene Ethnien befragt werden, bevor auf dem von ihnen bewohnten Land grundlegende Veränderungen wie Großprojekte durchgeführt werden.

Vertreter der Mapuche-Organisationen meinen, dass ein Verbleiben der COM im Ausschuss bedeuten würde, die politischen Entscheidungen aufzuwerten. Laut der COM hat die chilenische Regierung die Absicht, „die Bürokratie in der indigenen Politik zu stärken, anstatt den autonomen Partizipationsbestrebungen der indigenen Bevölkerung nachzukommen.“ Nach Meinung der COM würde die Regierung durch ein Ministerium, das nicht den politischen Forderungen der Mapuche-Völker nachkäme, zu einem wachsenden staatlichen Assistentialismus beitragen.

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