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Nukak-Indígenas kehren in den Regenwald zurück

Kolumbien | 17.08.2006

(Fortaleza, 17. August 2006, adital).- Die Nukak-Indígenas können nach der Flucht vor der Gewalt des bewaffneten Konflikts wieder in den Amazonas-Urwald zurückkehren. Der abgeschieden lebende Nomadenstamm verfügt jetzt über ein 20.000 Hektar großes Rückzugsgebiet im Regenwald. Es wurde ihm von der kolumbianischen Regierung nach einer kolumbienweit und international durchgeführten Kampagne zur Rettung der wenigen noch lebenden Nukak angeboten.

Nach Angaben der Organisation Survival International entspricht die zugewiesene Fläche kaum zwei Prozent des eigentlichen Nukak-Gebiets. Sie gehört auch nicht zum traditionellen Gebiet der Ureinwohner, das weiterhin Schauplatz des Bürgerkriegs ist. Die Organisation zeigt sich jedoch erfreut, dass die durch die kritische Situation der Nukak ausgelöste internationale Solidaritätswelle die kolumbianische Regierung zum Handeln gezwungen hat: „An diesem Beispiel lässt sich zeigen, wie die öffentliche Meinung Regierungen dazu bringen kann, Maßnahmen zu ergreifen. Langfristig gesehen werden die Nukak jedoch nicht überleben können, es sei denn, sie können in ihre angestammten Gebiete zurückkehren."

Die Gruppe von 170 Nukak-Indígenas musste mit ansehen, wie ein Großteil ihres Territoriums von Koka-Bauern, Guerilleros, Paramilitärs und der kolumbianischen Armee in Beschlag genommen wurde. Ihr ehemals abgeschiedener Urwald wurde zum Kampfplatz des endlosen bewaffneten Konflikts. Die Ureinwohner waren im März dieses Jahres aus ihrer Region geflohen. Über die Hälfte der Stammesangehörigen ist seit dem ersten Kontakt mit Außenstehenden im Jahr 1988 umgekommen, heute gibt es noch knapp 500 Nukak.

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