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Büro von Nichtregierungsorganisation überfallen

Costa Rica | 14.06.2007

(San José, 15. Juni 2007, voces-nuestras).- Es war bereits nach 23 Uhr, als in der Nacht des Freitags (8. Juni) drei Vermummte in die Büroräume der Kooperative Sulá Batsú im Stadtteil Vargas Araya in der Hauptstadt San José eindrangen und die rund 60 Teilnehmer einer Feier mit Pistolen bedrohten. Unter den Gästen befanden sich auch Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen aus Kanada, Uganda, Nepal und anderen Ländern. Die Täter ließen sich Portemonnaies, Schmuck und Handys aushändigen und raubten einige Computer sowie Büromaterial. Eine Frau belästigten sie sexuell.

„Nach etwa zehn Minuten war der Spuk vorbei, die Kanadier und viele Costaricaner reagierten panisch. Die Gäste aus Uganda und Nepal blieben ruhig, da sie Gewalt aus ihren Ländern eher gewöhnt sind“, sagt Adriana Sanchéz von Sulá Batsú. Heftig kritisiert sie das Verhalten der Polizei: „Während des Überfalls versteckte sich ein Kollege in einem Wandschrank und rief von seinem Handy aus zwei Mal die Polizei. Die ließ aber lange auf sich warten, obwohl die nächste Station keine fünf Autominuten vom Büro entfernt ist. Als die drei Täter geflüchtet waren, rief ich ebenfalls den Notruf; aber man sagte mir nur, dass die Polizei bereits unterrichtet sei. Erst nach fast einer halben Stunden traf ein Streifenwagen ein“.

Costa Rica gilt als das sicherste Land Mittelamerikas, deshalb wählen viele internationale Organisationen San José als Standort für ihr regionales Hauptquartier. „Der Vorfall beweist, dass es Sicherheit nur für diejenigen gibt, die sich Räume in einem teuren Bürokomplex mit privatem Wachdienst leisten können. Das darf so nicht weitergehen, der Staat muss etwas tun,“ sagt Adriana Sanchéz. Zur Gewährleistung öffentlicher Sicherheit gehöre ein wirkungsvolles System gegen den Handel mit Hehlerware und die Bekämpfung sozialer Ursachen von Verbrechen. Aber auch eine handlungsfähige, öffentliche Polizei.

Die Kooperative Sulá Batsú arbeitet in den Bereichen soziale Forschung und IT. Die Mitglieder beteiligen sich auch aktiv an der Kampagne gegen das CAFTA-Freihandelsabkommen mit den USA.

Von Torge Löding

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