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Staat zahlt kollektive Entschädigung an Opfer terroristischer Gewalt

Peru | 19.06.2007

(Lima, 20. Juni 2007, alc-poonal).- Die peruanische Regierung hat am vergangenen Samstag eine Gesamtsumme von 44 Millionen Nuevo Sol (knapp 14 Millionen US-Dollar) an insgesamt 400 ländliche Gemeinden übergeben, die während der Jahre 1980 und 2000 von der entfesselten politischen Gewalt betroffen waren.

Die Zahlung erfüllt das Integrierte Programm für Kollektiventschädigungen, genannt „Gerechtigkeit für die heldenhaften Dörfer Perus“, eine Aktion, die zu den Empfehlungen des Abschlussberichts der Kommission für Wahrheit und Versöhnung CVR (Informe Final de la Comisión de la Verdad y Reconciliación) zählt. Die Kommission befasste sich mit der Ermittlung von Menschenrechtsverletzungen während jener Zeit.

Im Einzelnen gingen die Entschädigungen an 134 Gemeinden in Ayacucho, 88 in Huanuco, 72 in Junín, 75 in Huancavelica, 37 in Apurímac, neun in Puno, sieben in Cusco und Ucayali, sechs in Pasco und fünf in San Martín. Den Dorfgemeinden stehen die Mittel für die Realisierung von Entwicklungsprojekten zur Verfügung, die für den jeweiligen Ort als zweckdienlich erachtet werden.

Der peruanische Präsident Alan García Pérez übergab das Geld den Vertretern der verschiedenen ländlichen Gemeinden im Rahmen einer Zeremonie in der Stadt Huanta in der Region Ayacucho, die von der terroristischen Gewalt des Leuchtenden Pfads (Sendero Luminoso) am stärksten betroffen war.

Während der Zeremonie machte García deutlich, dass die Wiedergutmachung „gerecht ist und den Weg zur Versöhnung eröffnet“. Er fügte hinzu, dass seine Regierung „ebenso der Millionen Peruaner gedenkt, die Opfer des Vergessens sind“ und erinnerte daran, dass die Ursache all dessen in der „schrecklichen Trennung zwischen denen, die besitzen und denen, die nichts besitzen“ liege. Jene letzteren lebten unter solchen Bedingungen, „weil sie in den Anden geboren wurden, die spanische Sprache nicht lernten oder sehr arm geboren wurden“.

Zum Abschluss informierte Jesús Aliaga, der leitende Sekretär der multisektoriellen Kommission, die zu diesem Thema vom Präsidium des Ministerrates ins Leben gerufen wurde, daran, dass die Durchführung einer neuen Volkszählung für den Frieden die Fälle für die Zahlung der Einzelentschädigungen festlegen werde.

Von Víctor Liza Jaramillo

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