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Erdölunternehmen Repsol in der Kritik

Lateinamerika | 18.06.2007

(Fortaleza, 19. Juni 2007, adital-poonal).- Das Permanente Völkertribunal TPP (Tribunal Permanente de los Pueblos) beschloss am Ende seiner Tagung am 16. Juni in Madrid, dass das spanische Erdölunternehmen Repsol YPF für Vorkommnisse an seinen Standorten verantwortlich sei. Besonders betroffen hiervon seien die Länder Lateinamerikas.

Das Tribunal hörte verschiedene Zeugen an. Diese hatten übereinstimmende Beweise über die negativen Auswirkungen der Aktivitäten von Repsol YPF auf die Bevölkerung und die Ökosysteme, die sich in der Nähe der Bohrungen und der Erdölfelder des Unternehmens befinden. Im Mittelpunkt des Tribunals stand Kolumbien. Dort seien die Menschenrechtsverletzungen seitens des multinationalen Konzerns am heftigsten.

Nach Angaben des Tribunals gibt es genügend Beweise, um das Unternehmen zu beschuldigen. Unter anderem trage es zur Umweltverschmutzung der Erde bei, fördere die Vertreibung der indigenen Bevölkerung, setze die Ausbeutung der Ressourcen in den südlichen Ländern fort und gefährde die Möglichkeiten der jetzigen und zukünftigen Generationen, weiter ein würdiges Leben führen zu können.

Eine der Forderungen des Tribunals an Repsol YPF ist die Rückgabe der indigenen Gebiete an ihre Gemeinden in einem möglichst ähnlichen Zustand wie dem vor dem Ankommen der Firma. Des Weiteren fordert das Tribunal, dass sich Repsol sofort dort von allen Aktivitäten zurückzieht, wo die lokale Bevölkerung das verlangt. Außerdem soll das Unternehmen ihre Förderung, Verarbeitung und Lieferung von Kohlenwasserstoffe in Aktivitäten mit erneuerbaren Energien, insbesondere der Wind- und Solarenergie, umwandeln. Das Tribunal verlangt die Achtung und Einhaltung internationaler Menschenrechtsabkommen. Dies soll mittels der Durchführung einer externen Prüfung bestätigt werden.

Die Erklärung fordert sogar von der spanischen Regierung, dass sie die notwendige Verantwortung für die Aktivitäten spanischer multinationaler Unternehmen in anderen Ländern übernimmt. Sie sollte die Firmen verpflichten, die internationale Gesetzgebung über Menschenrechte und das internationale Arbeitsrecht zu beachten.

« Indígenas fordern die Räumung von Antipersonenminen Gesetzesinitiative zur zivilrechtlichen Strafverfolgung von Militärs »

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