Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Manta Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Montag, der 18. März 2019  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Verhandlungen mit der EU beschlossen

Südamerika | 27.06.2007

(Lima, 27. Juni 2007, na-poonal).- Vom 12. bis 14. Juni hat in der südbolivianischen Stadt Tarija die 17. Tagung des Präsidentenrats der Andengemeinschaft stattgefunden. Bei dem Treffen wurden Verhandlungen zwischen der Gemeinschaft der Andenstaaten CAN (Comunidad Andina de Naciones) und der Europäischen Union (EU) über ein Assoziierungsabkommen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie über Zusammenarbeit beschlossen. In dem Vertrag von Tarija, der von den Präsidenten Evo Morales (Bolivien), Álvaro Uribe (Kolumbien), Rafael Correa (Ecuador) und Alan García (Peru) unterzeichnet wurde, wird die Notwendigkeit festgehalten, „den unterschiedlichen Stand der wirtschaftlichen Entwicklung angemessen zu berücksichtigen sowie die Absicht der EU, die Unterschiede innerhalb der Andenregion anzuerkennen”.

Die Unterzeichnung des Vertrags drohte Ende Mai zu scheitern, nachdem der bolivianische Präsident Evo Morales eine Reihe von Änderungen gefordert hatte, etwa die Ausklammerung von Investitionen, geistigem Eigentum und Staatskäufen. Daraufhin hatten Wirtschaftsliberale in Peru, darunter auch zwei Minister, den Austritt aus der Andengemeinschaft gefordert, da diese den wirtschaftlichen Interessen des Landes „sehr wenig Nutzen bringt”. Dabei ließen sie außer Acht, dass die Gemeinschaft nach den USA der zweitgrößte Handelspartner Perus ist.

Der peruanische Wirtschaftswissenschaftler Alan Fairlie unterstrich hingegen in der Wirtschaftszeitschrift “Actualidad Económica”, dass das Assoziierungsabkommen mit der EU „den Abschluss zahlreicher internationaler Verträge über Menschenrechte, Demokratie, Arbeitsrecht, Umwelt” und andere Themen beinhalte. Zudem, so Fairlie, seien in dem Abkommen – im Gegensatz zu den zwischen Kolumbien bzw. Peru und den USA unterzeichneten Freihandelsabkommen, die noch vom US-amerikanischen Kongress bestätigt werden müssen – „die Berücksichtigung der Unterschiede, eine besondere und differenzierte Behandlung sowie die Anerkennung der Bestimmungen und der Organe der Andengemeinschaft” festgehalten.

Die Staatspräsidenten unterzeichneten außerdem die “Erklärung von Tarija”, in der sie sich dafür einsetzen, „den Integrationsprozess der Andengemeinschaft zu entwickeln und zu vertiefen”, der durch den Austritt Venezuelas im April 2006 stark beeinträchtigt worden war. Die Aufnahme Chiles als assoziiertes Mitglied hatte der Gemeinschaft im September 2006 dann jedoch einen neuen Impuls gegeben. Der Teilnahme der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet an der Tagung des Präsidentenrats wurde daher nun besondere Bedeutung beigemessen. Bachelet äußerte auf dem Gipfel, die Wiederangliederung Chiles, das 1976 unter dem Diktator Augusto Pinochet die Gemeinschaft verlassen hatte, bedeute „die erneute Teilnahme meines Landes an einem der wichtigsten Integrationsprozesse Lateinamerikas”.

« Dokument bestätigt Armeebeteiligung am Mord an Ex-General Prats Umweltschutz: Ein lebensgefährliches Engagement »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen