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Angehörige fordern Sanktionen für die Lügen des Militärs

Uruguay | 12.08.2006

(Montevideo, 12. August 2006, comcosur-poonal).- Ein Jahr nach der Abgabe des offiziellen Berichtes der Streitkräfte über die Verschwundenen während der uruguayischen Militärdiktatur lud die Vereinigung betroffener Angehöriger zu einer Pressekonferenz ein. Sie forderte die Regierung dazu auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen, da sich erneut bestätigt habe, dass die Militärs "lügen, weiter lügen und Informationen zurückhalten".

Die Organisation von Müttern und anderen Familienangehörigen von verschwundenen Verhafteten wies darauf hin, dass nach einem Jahr mit zahlreichen Ausgrabungen und Untersuchungen nur die Reste von Ubagesner Chávez Sosa identifiziert werden konnten. Ubagesner Chávez Sosa war von der Luftwaffe verhaftet worden. Keine Spur hingegen fand man von den 200 weiteren verschwundenen Uruguayern, die von den Militärs Mitte der Siebziger Jahre verschleppt worden waren.

Die Organisation nannte als konkretes Beispiel die falschen Angaben im Bericht des Heeres über den Fall von Fernando Miranda. Miranda war nach Angaben des Heereskommandanten Carlos Díaz (einer der Autoren des Berichtes) auf dem Gelände des 14. Regimentes vergraben, später exhumiert und verbrannt worden. Man fand Mirandas Überreste jedoch dank Angaben eines anonymen Informanten auf dem Gelände des 13. Regiments, an einem Ort, wo nach Angaben der Militärs nichts zu finden sei.

Der Bericht des Heeres versicherte ebenfalls, dass die Überreste von Maria Claudia García de Gelman auf dem Gelände des 14. Regiments vergraben seien. Doch selbst nach einem Jahr haben die Ausgrabungen nichts ergeben. „Der Präsident und die gesamte Gesellschaft sind belogen worden. In so einer Situation stehen die Streitkräfte als Institution an sich in Frage. Angesichts der Lügen, der Vertuschungen und der Straflosigkeit müssen die demokratischen Kräfte Maßnahmen ergreifen. Anderenfalls bestätigt die Demokratie die Lügen und die Straflosigkeit und prägt die Gesellschaft in diesem Sinne", heißt es in der Erklärung der Organisation.

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