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Oaxaca: Ein weiterer Toter und Verhandlungen angekündigt

Mexiko | 23.08.2006

(Mexiko-Stadt, 23. August 2006, poonal-púlsar).- Als Polizeikräfte am vergangenen Dienstag (22.8.) im südmexikanischen Oaxaca eine von Demonstranten besetzte Radiostation angriffen, wurde ein Mann schwer verletzt. Er erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.

Nach Angaben der Demonstranten griffen Polizeibeamte verschiedener Einheiten Vertreter der Lehrergewerkschaft und des Protestbündnisses APPO (Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca) mit Schusswaffen an. Diese hatten vor dem Gebäude des besetzten kommerziellen Radiosenders La Ley 710 Wache gestanden. Bei dem Angriff starb Lorenzo Sanpablo Cervantes. Cervantes arbeitete als Architekt für das Ministerium für städtische Entwicklung, Kommunikation und öffentliche Bauvorhaben der oaxakenischen Bundesregierung und unterstützte die Forderungen der streikenden Lehrer. Der Gouverneur von Oaxaca, Ulises Ruiz, meinte die Landeshauptstadt sei in den Händen einer „städtischen, subversiven Guerilla“.

Die in der Sektion 22 der Lehrergewerkschaft SNTE organisierten PädagogInnen begannen am 22. Mai einen Streik mit der Forderung nach höheren Gehältern und Verbesserungen im Bildungssystem. Sie besetzten das historische Zentrum von Oaxaca und richteten sich dort in Zelten ein. Nachdem gegen die DemonstrantInnen am 14. Juni äußerst brutal vorgegangen wurde, solidarisierten sich auch andere Bevölkerungsgruppen mit der Lehrerschaft und erklärten den Gouverneur für abgesetzt. Schon am 10. August starb ein Demonstrant, nachdem auf einen Protestmarsch geschossen worden war.

Die Demonstranten fordern weiterhin den Rücktritt des Gouverneurs des Bundesstaates Oaxaca, Ulises Ruiz. Am Dienstag (29.8.) sollten erste Verhandlungen zwischen Vertretern der Lehrergewerkschaft und der APPO mit dem Bundesinnenministerium beginnen. Diese sollten aber unter Ausschluss von Repräsentanten der Regierung von Oaxaca stattfinden.

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