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Parlamentarische Sonderkommission kritisiert Regierung

Mexiko | 21.08.2006

(Mexiko-Stadt, 21. August 2006, cimac-poonal).- Die Gewalt, unter der mexikanische Frauen zu leiden haben, ist nach Ansicht von Marcela Lagarde y de los Ros, Vorsitzende der Sonderkommission zur Untersuchung von Frauenmorden des Abgeordnetenhauses und Angehrige der linksliberalen PRD, ein Resultat der Unttigkeit des Staates und daher gleichbedeutend mit institutioneller Gewalt. Mit der Vorlage des Abschlussberichts der Kommission erklrte Lagarde, das mangelnde Interesse und die Nachlssigkeit der Behrden gegenber der Gewalt gegen Frauen trgen wesentlich dazu bei, dass weiterhin eine eklatante Ungleichheit der Geschlechter ohne garantierte Frauenrechte herrsche.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, werden in Mexiko im Jahresdurchschnitt jeden Tag vier Frauen ermordet. Zwischen 1999 und 2005 fielen ber 6.000 Frauen und Mdchen einer Ttungsabsicht zum Opfer, 1.205 allein im Jahr 2004. Die angegebenen Zahlen wurden vom Nationalein Institut fr Statistik besttigt. Die in den 32 Bundesstaaten durchgefhrten Untersuchungen belegen, dass einige der Mordflle in engem Zusammenhang mit organisierten Verbrechen stehen: Drogen- und Menschenhandel, Geldwsche, Pornoringe. Die berwiegende Mehrzahl der Ermordungen ist jedoch auf strukturelle Gewalt zurckzufhren und geschieht innerhalb gesellschaftlich legitimierter Kontexte: in der Familie, bei der Arbeit oder in der Schule.

Wie der Bericht nachweist, geht der berwiegende Teil der Tter straffrei aus. Nicht nur, dass hufig auf eine angemessene Bestrafung der Tter verzichtet wird. Obendrein erleben Frauen, die einer Gewalttat zum Opfer fallen, eine frauenfeindliche und demtigende Behandlung durch die Institutionen, die fr Recht und Gesetz einstehen sollten.

Mitglieder der Sonderkommission zur Untersuchung von Frauenmorden erklrten, das Ausma der Gewalt in Mexiko bedrfe einer strkeren Betrachtung und Untersuchung aus feministischer Sicht. Informationen verschiedener Altersgruppen sollten dabei helfen, die unterschiedlichen Ebenen der Gewalt gegen Frauen auszuloten. Nach den Ergebnissen der Studie ist die Rate der Ermordungen von Frauen in den folgenden Bundesstaaten besonders hoch: Veracruz (264), Guerrero (114), Michoacn (106), Hauptstadtdistrikt (106) und Puebla (91). Die Zahlen in den Klammern beziehen sich auf die Mordflle, die untersucht und aufgeklrt sowie eine Verurteilung der Tter nach sich gezogen haben.

[Text wurde geaendert (01:17:44 01.10.2006) von Philip Schilling]

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