Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Galapagos Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Dienstag, der 23. Januar 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Kongress besorgt über Frauenmorde

Guatemala | 21.08.2006

(Guatemala, 22. August 2006, cerigua-poonal).- Die Frauenkommission des guatemaltekischen Kongresses legte kürzlich einen Bericht über die so genannten Feminizide – den Morden an Frauen aufgrund ihres Geschlechts – vor. Darin wird deutlich, dass es einen alarmierenden Anstieg der Mordfälle gegeben hat. Opfer seien vor allem junge Frauen. Der Bericht deckt zugleich Nachlässigkeiten der Behörden bei den Ermittlungen auf.

Nineth Montenegro, die Vorsitzende der Kommission, sagte, dass allein in diesem Jahr bereits 410 Frauen Opfer von Gewaltverbrechen wurden. 84 von ihnen waren noch minderjährig. Bisher wurden allerdings nur zwölf Personen festgenommen. Nineth Montenegro führt diese Situation auf die grassierende Bürokratie und die Langsamkeit der ermittelnden Behörden zurück. Als Gründe für die zahlreichen Mordfälle wurden Konflikte zwischen Jugendbanden, den sogenannten “maras”, Aktivitäten der Drogenhändler, Beziehungsprobleme, Raubüberfälle oder familiäre Gewalt genannt.

Das Dokument wurde im Rahmen des Besuches des UN-Sonderberichterstatters für illegale und willkürliche Hinrichtungen, Philip Alston, vorgestellt. Alston hält sich in Guatemala auf, um Einblicke in die Gewaltsituation im Land insgesamt zu bekommen.

Die Menschenrechtsorganisation für die Rechte indigener Frauen DEMI (Defensoría de la Mujer Indígena) der Ombudsstelle für Menschenrechte PDH (Procuraduría de los Derechos Humanos) legte zudem ihren halbjährlichen Bericht über Formen und Ausmaß der Gewalt, der Frauen in der Region ausgesetzt sind, vor. Darin betont DEMI, dass Frauen vor allem Opfer sexueller und familiärer Gewalt werden. Die Studie von DEMI listet allein für die Monate Januar bis Mai für die sieben Bezirke, in denen DEMI vertreten ist, 800 Fälle auf, in den Frauen Opfer von Gewalt wurden. Jedoch geht Florencia Cac, die DEMI-Vertreterin in Quetzaltenango, davon aus, dass es zudem eine hohe Zahl nicht bekannter Fälle gibt.

« Rückkehrergemeinde Ixtahuacán Chiquito militärisch besetzt Vertrag mit Stromlieferant Unión Fenosa für ungültig erklärt »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen