Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Bariloche Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Sonntag, der 22. April 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Frauen verstärkt Opfer von Gewalt und korrupten Behörden

Nicaragua | 28.08.2006

(Fortaleza, 29. August 2006, adital-poonal).- Die nicaraguanische Unabhängige Frauenbewegung (Movimiento Autónomo de Mujeres) klagte jüngst die steigende Zahl von Morden an Mädchen und Frauen an. In einer Erklärung bezichtigten die Aktivistinnen zudem den Sohn des Bürgermeisters der Gemeinde Condega an den Aktionen einer Bande beteiligt gewesen zu sein, die für die mehrfache Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens verantwortlich gemacht wird. Zudem sollen die Vertreterin des Kommissariats für Frauen und Kinder in Estelí und die Vertreterin des Familienministeriums in Condega und gleichzeitige Gemeindebeamtin in diesem Fall gravierende Fehler gemacht haben.

So wirft ihnen die Frauenbewegung vor, dass sich beide Beamtinnen inkorrekt verhalten hätten, als sie unter anderem ohne Genehmigung das betroffene Mädchen von zu Haus abholen ließen und zwangen, sich ohne ersichtlichen Grund auszuziehen. Zudem musste das Mädchen die Geschehnisse in der Gegenwart der Täter erneut schildern und sich zwei weiteren medizinischen Untersuchungen unterziehen. Sie wurde für etwa acht Stunden festgehalten, ohne dass ihre Eltern informiert worden waren.

Zudem wurde das Mädchen bedroht. Man sagte ihr, dass man ihre Mutter verhaften würde, wenn sie einen der Täter erwähnen würde. Dabei handelt es sich um den Sohn des Bürgermeisters, der an der Tat beteiligt war. „Dieser Fall zeigt deutlich wie zuständige Behörden durch mächtige Personen beeinflusst und korrumpiert werden. Dadurch wird der faire Zugang zu Gerechtigkeit für Frauen und auch für andere schutzbedürftige Teile der Gesellschaft verhindert.“

Die Frauenorganisation verlangt von den zuständigen Justizbehörden, dass alle Täter im Fall der Vergewaltigung des Mädchens in Condega bestraft werden. Gleiches soll auch für die Hunderte von anderen Fällen von Gewalt gegen Frauen gelten. Außerdem fordert die Organisation die Amtsenthebung beteiligter Beamter im vorliegenden Fall sowie eine sofortige und unparteiische Aufklärung der Geschehnisse. Zudem rufen die Aktivistinnen dazu auf, dass die zuständigen Institutionen, die sich für den Schutz der Rechte von Frauen und Kindern einsetzen sollen, Protest äußern und mobilisieren, damit die im Strafgesetzbuch verankerten Artikel zum Schutz von Kindern eingehalten werden.

« Mexiko weist 40.000 Guatemalteken aus Widerstand gegen Tilapiazucht im Cocibolca »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen