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Regierung erkennt Feminizide im Land an

Guatemala | 24.07.2006

(Guatemala-Stadt, 24. Juli 2006, cerigua).- Dass die Sicherheits- und Regierungsbehrden anerkennen, dass in Guatemala Frauenmorde weit verbreitet sind, sei ein Schritt hin zur Beseitigung dieser Verbrechen, denen in den letzten fnf Jahren mehr als 2.600 Frauen zum Opfer gefallen sind. Laut Hilda Morales vom Netzwerk gegen Gewalt an Frauen (Red de la No Violencia Contra las Mujeres) war in den vergangenen Jahren die Existenz dieses Feminizids nicht anerkannt worden. Das habe sich jedoch dank der Aufklrungsarbeit der guatemaltekischen Frauenbewegung gendert.

Morales hob hervor, dass der Staat seiner Bevlkerung und hierbei vor allem den Frauen Sicherheit bieten msse. Frauen seien am strksten von der im Land vorherrschenden Gewalt betroffen. Mehrfach htten die Behrden behauptet, dass die meisten der ermordeten Frauen Verbindungen zu gewaltttigen Jugendbanden gehabt htten, was jedoch noch nicht bewiesen sei. Abgesehen davon solle jedes Leben unabhngig von der Situation des Einzelnen respektiert werden.

Morales, die von amnesty international zur Gewissensbotschafterin ernannt wurde, unterstrich, dass es whrend des Besuchs von Mitgliedern der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH (Comisin Interamericana de Derechos Humanos), die in Guatemala vor kurzem ihre 125. Sitzungsperiode absolvierten, ausreichend Gelegenheit gegeben habe, um die Situation der guatemaltekischen Frauen bekannt zu machen. Mehrere Frauengruppen aus Zentralamerika htten der Kommission einen Bericht ber innerfamilire Gewalt in den Lndern der Region vorgestellt. Gewalt in den Familien sei einer der Faktoren, die zum Anstieg der Frauenmorde beitragen wrden. In diesem Jahr sind bereits 269 Frauen in Guatemala ermordet worden. Die meisten von ihnen kamen durch Schusswaffen zu Tode, ihre Krper wiesen Zeichen von Folter und sexueller Gewalt auf.

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