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Wasserkraftwerke auf Mapuche-Territorium geplant

Chile | 25.08.2006

(Fortaleza, 26. August 2006, adital).- Das norwegische Staatsunternehmen SN Power plant auf dem angestammten Territorium der Mapuche-Indgenas drei Wasserkraftwerke zu bauen. Die Firma traf sich schon mit nationalen, regionalen und Gemeindebehrden sowie mit sozialen Organisationen, um die geplaneten Kraftwerke Pellaifa (75 MW), Liquie (125 MW) und Maihue (300 MW) vorzustellen.

Matas Meza-Lopehanda, Forscher beim Observatorium fr die Rechte indigener Vlker, erklrte der Agentur Mapuexpress, dass der Firma zufolge das Investieren und das Betreiben von Wasserkraftwerken in Schwellenlndern ihr Ziel sei. Dabei wolle sie an den Orten, an denen sie ttig werde auch soziale, ethische und umweltfreundliche Verpflichtungen eingehen. Die Firma wrde ihre Arbeit daher mit Diskussionen mit den von ihren Projekten betroffenen Gemeinden beginnen. Sie wolle sich von anderen Unternehmen unterscheiden, die nur auf die Gemeinden zugingen, wenn die Konflikte bereits explodiert seien.

Vergangene Woche fand ein Treffen in dem Ort Coaripe statt, um ber das Projekt Pellaifa zu informieren. Dabei nahmen die Mapuche-Gemeinde, die Einwohner der Kleinstadt und das norwegische Unternehmen SN Power Chile teil. Der Vorstand der Firma, Esteban Illanes, stellte das Konzept des Wasserkraftwerks Pellaifa vor, das in der Nhe von Coaripe gebaut werden soll. Zur Wasserentnahmen soll ein 14 Kilometer langer, unterirdischer Kanals zwischen den Flssen Llancahue und Quillalelfu gebaut werden. Das Wasser soll dann zu einer Turbine umgeleitet werden, um Elektrizitt zu generieren. Danach soll das Wasser zum Pellaifa See zurckflieen. Das Wasser fliet momentan in den See Calafqun.

Illanes erklrte weiter, dass die Firma einen Kontrollstandort aussuchen werde, um die Auswirkungen der Projekte zu evaluieren. Sie werde auch in Infrastruktur investieren und plane andere Entschdigungsmanahmen. Die Tatsache, dass es sich hier nicht um Staudmme handelt, die einige Gebiete berfluten werden und zu einer Umsiedlung der Gemeinde fhren, wie beispielweise bei Ralco, beruhigte die Mapuche-Fhrer etwas. Allerdings wurde in der Versammlung klar, dass die Gemeinden nie wieder einem Unternehmen Vertrauen schenken werden. Aus diesem Grund erklrten sie ihr Misstrauen und verlangten mehr Hintergrundinformationen.

SN Power zeigte sich bereit weitere Gesprche zu fhren und betonte, dass falls die Bauarbeiten durchgefhrt wrden, diese erst Ende 2008 starten wrden. Es gbe genug Zeit einen Konsens zu finden. Die Sprecher der Mapuche-Gemeinden waren sich darber einig, dass das Wasser der Flsse zu den Ressourcen der Mapuche gehre. Die Mapuche seien deshalb die einzigen, die darber entscheiden knnten. Jegliche Nutzung msse von der Gemeinde genehmigt und entsprechend kompensiert werden.

Der Unternehmensvertreter entgegnete, dass das Unternehmen die Wasserrechte gesetzmig erworben habe. Damit wurde der Scheidepunkt zwischen der unternehmerischen sozialen Verantwortung und und dem tatschlichen Respekt fr die Rechte indigener Vlker aufgezeigt.

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